



Beidl bei Plößberg. Manche Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und werden dann zu nachahmungsfähigen Unternehmungen. So geschieht und geschah dies schon seit nunmehr 14 Jahren in Beidl.
Hier wird gerne gefeiert und wenn eine Unternehmung angesagt ist, helfen alle in diesem Dorf zusammen. Am vierten Adventssonntag im letzten Jahr feierte Beidl wieder seine Dorfweihnacht. Und alle sind gekommen: Alle Beidler und viele Gäste aus dem Umland. Im wunderschön geschmückten Vierseithof der Familie Senfft fühlten sich alle Gäste wohl. Es wurden Lieder vom Beidler Kirchenchor und dem Beidler Jugendchor gesungen, auch die Geschwister Theresa und Katherina Ziegler aus Stein trugen herrliche Gesangsstücke vor und auch die Alphornbläser aus Falkenberg sowie die Jagdhornbläser trugen Musikstücke vor. Das Christkind, dargestellt von Amelie Eiglmeier eröffnete mit einen Prolog den Festabend und der Erste Vorsitzende des OWVs Martin König sprach ebenfalls Worte der Begrüßung. Es gab viele Speisen und Getränke und auch der Nikolaus mit seinem Gefolge lies sich blicken. Der gesamte Abend war ein großer Erfolg.
Am Sonntag, den 18. Januar 2026 erfolgte dann eine weitere Spendenübergabe an Frau Doktor Annemarie Schraml für die von ihr gegründete Aktion ,,Feuerkinder Tansania” im Kooperatorenhaus Beidl. Martin König konnte zu Beginn dieser Veranstaltung Vertreterinnen und Vertreter von der Soldaten-und Reservistenkameradschaft Beidl, der Freiwilligen Feuerwehr Beidl, dem Katholischen Frauenbund, den Ministranten und natürlich dem Oberpfälzer Heimatverein Beidl, welcher auch die Verasnstaltungsleitung hatte, begrüßen. Es konnte an Frau Doktor eine Spende in Höhe von zehntausend (10.000 !) Euro übergeben werden. Diese Summe setzt sich aus dem Erlös der Beidler Dorfweihnacht, einigen Spenden auf ein gesondertes Konto und einer Zuzahlung aus der Vereinskasse des OWV zusammen. Wie gesagt, seit nunmehr 14 Jahren spendet die Dorfgemeinschaft Beidl jeden bei solchen Veranstaltungen erwirtschafteten Cent an die Feuerkinder in Tansania und dabei ist mittlerweile eine ansehliche Summe in fünfstelliger Höhe an diese Aktion überwiesen worden. Allen Mitwirkenden und natürlich allen Spendern an dieser Stelle ein ehrlich gemeintes und herzliches Vergelts Gott!
Frau Doktor Schraml bedankte sich in einer Ansprache sehr herzlich für diese Spende und versprach, dass jeder einzelne Cent zu 100 % an diese Einrichtung gehe. Es ist auch zu erwähnen, dass dies Gott sei Dank nicht die einzige Spende ist, welche Frau Doktor für ihre Aktion bekommt. So ist da zum Beispiel Frau Rita Vogl, welche in Handarbeit Vogelhäuschen baut, Marmelade macht, Socken strickt und ähnliches, und diese Sache verkauft und den Erlös eben an die Feuerkinder übergibt. So konnte Sie letztes Jahr 2.000 Euro an die Feuerkinder überwiesen werden. Frau Doktor berichtete darüber, wie in Tansania Gebäude errichtet werden. So müssen viele Arbeiter in Eimern den Sand, den Zement und das Wasser zum Mischer bringen und das für einen Tageslohn von 10 Euro! Frau Doktor hat das natürlich gesehen und da das Leben in Tansania ja auch nicht gerade billig ist, diesen Tageslohn verdoppelt. Es wird mit diesen Spenden auch eine Schule gebaut. Denn nur, wenn die Kinder auch in Englisch und nicht nur in der einheimischen Sprache ,,Kisuaeli” unterrichtet werden, haben diese die Möglichkeit, einmal später eine höhere Schule zu besuchen oder zu studieren. Kürzlich erst wurden der Weg zur Schule ausgebaut und in die Schule Toiletten eingebaut und ein Speisesaal errichtet. Das alles mit einfachsten Mitteln und meist in Handarbeit aber mit großer Begeisterung.
Das nächste Mal reist Frau Doktor Schraml mit ihrem Ärzteteam Anfang Februar nach Tansania um wieder Kinder an deren Fehlstellungen zu operieren. Nächstes Jahr ist dann auch eine einheimische Ärztin soweit, dass sie mit ihrer Ausbildung fertig ist und hier helfen kann. Es ist halt immer wieder ein gewisses Restrisiko dabei, wenn das Team nach Tansania reist. Es herrschen seit Kurzem politische Unruhen, ähnlich wie im Irak. Auch in Tansania wurden mehr als 1.000 Menschen während der Demonstrationen getötet.
Wenn Sie, verehrte Leserinnen und Leser, das so lesen, fragen Sie sich sicherlich, was man dagegen machen kann und warum wir Deutschen soviel jammern. Man kann nur mit Gesprächen und nicht mit Gewalt einen Menschen zur Vernunft bringen. Aber diese Gier nach Macht und Geld hat der Satan gesäht. Gerne können Sie die Aktion durch Spenden oder Veranstaltungen unterstützen. Jeder Cent ist willkommen. Weitere Informationen finden Sie im Netz unter www.feuerkinder.de .
